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Detlef Teich - 24.02.2010

Selige Sehnsucht (Goethe)

Der folgende Text von Goethe liegt in einer Audiocollage vor. Gelesen wird der Text von Personen, die den Text vorher nicht kannten. Die Montage folgt dem Text linear. Es wurden ausschlieĂ?lich die O-Töne verwendet. Ansatz war eine akustische Interpretation, die die Versprecher/ Verleser/ Kommentare der Vortragenden aufgreift und damit zum Kern des Textes vorzudringen versucht …

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Sagt es niemand, nur den Weisen,
Weil die Menge gleich verhöhnet,
Das Lebend’ge will ich preisen,
Das nach Flammentod sich sehnet.

In der Liebesnächte Kühlung,
Die dich zeugte, wo du zeugtest,
�berfällt dich fremde Fühlung,
Wenn die stille Kerze leuchtet.

Nicht mehr bleibest du umfangen
In der Finsternis Beschattung,
Und dich reiĂ?et neu Verlangen
Auf zu höherer Begattung.

Keine Ferne macht dich schwierig,
Kommst geflogen und gebannt,
Und zuletzt, des Lichts begierig,
Bist du, Schmetterling, verbrannt.

Und solang du das nicht hast,
Dieses: “Stirb und werde!”
Bist du nur ein trĂĽber Gast
Auf der dunklen Erde.

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