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├?ber …

So ziemlich am Anfang stand ein Kinderbuch von Peter Brock: “Gestatten, Oskar”. Geburtstagsgeschenk. Den Titel fand ich als Kind wenig einladend, um die Lekt├╝re zu beginnen, aber akuter B├╝chermangel lie├? mich dann doch zu diesem Buch greifen. Und siehe da, es gefiel. Der “Held” der Geschichte, Oskar Siebenh├╝hner, erregt durch sein Verhalten eher Missfallen bei seiner Umwelt, ist allerdings bem├╝ht diesen Konflikt zu l├Âsen, indem ein Benimm-Klub gegr├╝ndet wird.
Unter anderem spielen im Lauf der Geschichte aber Gedichte aus Morgensterns “Galgenliedern” eine Rolle, die im Deutschunterricht vorgetragen werden – als quasi subversiver Akt. So z.B. das Lalula oder Fisches Nachtgesang .
Das gefiel mir, so dass die Gedichte f├╝r eine m├Âgliche eigene Verwendung im Deutschunterricht auswendig gelernt wurden – im Falle von Fisches Nachtgesang kein Problem, das Lalula hat schon l├Ąnger gedauert.
Nat├╝rlich fand sich eine Ausgabe der Galgenlieder auch im B├╝cherschrank meiner Eltern, so dass noch einige andere Texte konsumiert und gelernt wurden. Das war so etwa in der 5. Klasse.
In der 6. Klasse finden sich dann auch die ersten eigenen Erzeugnisse poetischer Art. Da ich ein lausiges Ged├Ąchtnis f├╝r Jahreszahlen habe, kann ich dieses Ereignis nur deshalb so genau datieren, da es sich um ein Gedicht zum 30. Jahrestag der DDR handelt (es gab, wie man sieht auch im Osten schon handlungsorientierten Unterricht). Diese poetische Perle habe ich schon fast vergessen, aber nur fast. Ein Teil ging so:

Es stiegen die Renten im 30. Jahr
es wurde auch l├Ąnger das Babyjahr
drum rufen wir heut’ mit Hallo:
DDR, mach weiter so!

Zumindest das Versma├? stimmte schon damals.

Ein zweites Buch pr├Ągender Natur waren die in der schwarzen Spektrum-Reihe erschienen Poetik-Vorlesungen von Jandl.
Jandl kannte ich nicht, habe aber das Buch sicherheitshalber erst mal gekauft (das war im Osten durchaus ├╝blich). Auf den ersten Seiten hab ich mich k├Âstlich am├╝siert und dachte, ein satirisches Buch zu lesen (auch mit dem Begriff Poetik-Vorlesung konnte ich erst mal nichts anfangen). Aber bei der weiteren Lekt├╝re musste ich feststellen: der Mann meint das alles ernst – was das Lesevern├╝gen nicht geschm├Ąlert hat; ganz im Gegenteil.

Und wenn wir schon bei B├╝chern sind, sollen die “Spielformen der Poesie” von G. Gr├╝mmer und Enzensbergers “Wasserzeichen der Poesie” nicht unerw├Ąhnt bleiben.

Zur Zeit arbeitet Detlef Teich als Lehrer f├╝r Musik und Deutsch an einer Berliner Gesamtschule.