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Detlef Teich - 11.02.2008

Die Blockflöte

Loch an Loch
und klingt doch!

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Die Blockflöte gehört sicher zu den Instrumenten mit massivem Image-Problem, sie ist sozusagen das Akkordeon unter den Blasinstrumenten und hat einen Coolness-Faktor wie Rudolf Scharping .
Die Gründe dafür sind sicher so vielfältig wie die klanglichen Möglichkeiten dieses Instruments, wobei der Missbrauch als Grundschul-Anfänger-Gemeinsam-Musikmachen-Instrument bestimmt an erster Stelle steht und der Klang kurzatmiger, schlecht intonierender Noch-nicht-Teenager sich unauslöschlich in Ohren und Köpfen von Elterngenerationen festgesetzt hat. Wird im Allgemeinen das Beherrschen eines Instruments auch von musikalischen Laien gewertschätzt, führt das Bekenntnis eines halbwegs erwachsenen Menschen “Ich spiele Blockflöte …” keinesfalls dazu, dass der derart Informierte respektvoll nickt und weitere Details zu dieser Art von Musikausübung erfahren möchte. Vielmehr ist davon auszugehen, dass dieses Bekenntnis dezent übergangen wird, so als hätte man gestanden, Bettnässer zu sein.
Die Schwester der Blockflöte, die Querflöte hat’s da ja schon einfacher: nicht dass sie besser klingt, keinesfalls, aber ob der kompliziert aussschauenden Mechanik und dem gewichtigen Material umgibt sie schon mal eine Aura der Ernsthaftigkeit jenseits der musikalischen Früherziehung.
Wer die Blockflöte ins Herz schlie?en möchte, höre sich die Flötensonaten von Händel in einer Einspielung mit Michala Petri und Keith Jarrett (ja, DER Keith Jarrett) an.

Und diese Herren sind auch nicht schlecht:





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3 Kommentare zu "Die Blockflöte"

Visitor meint:
Julia meint:

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