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Detlef Teich - 18.05.2009

Stanzen

Der Verseschmied ward arbeitslos,
drum hat er sich neu orientiert.
Nun arbeitet er feuerlos
am Fließband – es läuft wie geschmiert.
Trennt Teile nun aus Stücken bloß,
es wird nichts Neues mehr kreiert.
So ist heut Kunst im Großen Ganzen:
nicht Schmieden, sondern Stanzen.





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3 Kommentare zu "Stanzen"

Ralf Wasselowski meint:

Das gefällt mir ausgesprochen gut, wie einige andere Gedichte auch. Bist Du Werbetexter? Der Inhalt des Gedichtes würde gut dazu passen.

der Autor meint:

In “wer” kann mans erfahren:
Ich arbeite nicht an der Verbreitung von Waren,
sondern gerne (und wenig verbissen)
an der Verbreitung von Wissen.

Ralf Wasselowski meint:

Da hab ich mich wohl geirrt,
das Gedicht kam mir autobiografisch vor.
Es zeigt, wie man Literatur profanisiert
und scheichelt meinem Ohr.

Kommentar

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